PMCamp-Regeln.

Oder: Butterflys, Bumblebees & the Law of Two Feet….

Was läuft ein PM Camp ab?

Die Agenda des Tages wird zum Tagesbeginn gemeinsam erstellt und festgelegt. Jeder, der ein Thema in einer Session (gleich, in welchem Format) behandeln möchte, schreibt dieses auf Moderationskarten, Post-It’s oder (beim PM Camp natürlich) Stattys, erklärt es den Teilnehmern und belegt – ausreichendes Interesse vorausgesetzt – einen beliebigen freien Session-Slot (Ort und Zeit).

„Du“ vs. „Sie“

Wir duzen uns. Bei Barcamp-Veranstaltungen ist das absolut üblich und keineswegs respektlos. Es vereinfacht schlicht die Kommunikation zwischen den Teilnehmern und bringt Diskussionen auf eine freundschaftlich-sachliche Ebene. Solltest du das „Sie“ bevorzugen, werden die anderen Teilnehmer das jedoch auch respektieren.

Keine Zuschauer, nur „TeilGeber“

Jeder Barcamp-Teilnehmer (wir nennen ihn auch gern „TeilGeber“) ist aufgefordert, eine Session oder Diskussion zu führen, an anderen Sessions und Diskussionen teilzunehmen oder in einer anderen Form einen Beitrag zur Veranstaltung zu leisten.

Dokumentation

Jeder Vortragende, Session-Moderator und auch jeder Teilnehmer ist angehalten, Inhalte des PM Camp Rhein-Main zu dokumentieren, um so Wissen möglichst weit zu verteilen.  Dokumentationen aller PM Camps findest Du auf openPM. Übrigens: das Twittern und Bloggen während der Sessions wird nicht als unhöflich angesehen, sondern ist Teil des Konzeptes.

Abschluss

Zum Tagesabschluss treffen sich alle TeilGeber erneut, tauschen sich über ihre Erfahrungen und Eindrücke des Tages sowie neue Ideen aus.

Wer sagt mir, was zu tun ist?

Niemand. Du allein bist für deine Entscheidungen verantwortlich. 4 Prinzipien sollen als Leitlinie dienen:

  1. Wer auch immer kommt, sind die richtigen Personen.
    (Whoever come are the right people.)
  2. Wann immer es beginnt, ist die richtige Zeit.
    (Whenever it starts is the right time.)
  3. Was auch immer passiert ist das einzige, was passieren konnte.
    (Whatever happens is the only thing that could have.)
  4. Was vorbei ist, ist vorbei.
    (When it’s over it’s over.)

Gesetz der zwei Füße

Die einzige wirkliche „Regel“ ist das Gesetz der zwei Füße (The Law of Two Feet): Es besagt, dass sobald ein Teilnehmer das Gefühl hat, dass die Session, in der er sich gerade befindet, nicht zu seinen Lern- oder sonstigen Zielen beiträgt, er selbst dafür verantwortlich ist, sich aus dieser für ihn nicht sinnvollen Umgebung zu entfernen. Dies ist ein völlig normales Barcamp-Verhalten. Kein Präsentator oder Session-Moderator wird daran Anstoß nehmen.

Daraus entstehen zwei natürliche Rollenverhalten: Schmetterlinge (Butterflys) und Hummeln (Bumblebees). Während Schmetterlinge entspannt und ganz in Ruhe dem Geschehen beiwohnen, gesellen sich andere zu ihnen und so entstehen interessante Gespräche und Austausch. Hummeln hingegen „fliegen“ von Gruppe zu Gruppe und sind so in der Lage, neue Ideen in laufende Diskussionen zu bringen.

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